Hautprobleme

Androgenetische Alopezie

Häufigste Form des Haarausfalls. Progressiv, erblich und hormonell mitbedingt. Frühe, kontinuierliche Behandlung lohnt sich.

Was ist androgenetische Alopezie?

Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls. Etwa die Hälfte der Männer über 50 ist betroffen; auch viele Frauen, besonders nach den Wechseljahren.

Progressiv, aber keine „Krankheit“ im engeren Sinn — Haarfollikel miniaturisieren unter hormoneller Einwirkung, produzieren dünneres, kürzeres Haar, bis Wachstum ausbleibt. Frühe Therapie stabilisiert und kann Dichte zurückgewinnen.

Typische Muster

Das Ausfallmuster unterscheidet sich:

  • Mann — zurückweichender Haaransatz, Ausdünnung am Scheitel, Norwood-Klassifikation.
  • Frau — diffuse Ausdünnung im Scheitelbereich (Scheitelspalt), oft erhaltener frontaler Ansatz; Ludwig-Klassifikation.
  • Beginn — bei Männern oft schon im 3. Lebensjahrzehnt; bei Frauen häufiger ab 40.
  • Verlauf — langsam über Jahre; Schübe in hormonellen Phasen möglich.

Ursachen

  • Genetische Veranlagung — entscheidender Faktor.
  • Androgene auf genetisch sensible Follikel.
  • Alterung der Haarfollikel, verkürzte Wachstumsphase.
  • Bei Frauen: Wechseljahre oder PCOS können beschleunigen.

Diagnose

Essentiell klinisch. Online: standardisierte Fotos (frontal, Scheitel, Schläfen) und Fragebogen zu Verlauf, Familie, Begleitsymptomen.

Bei Frauen oft Blutwerte sinnvoll (Mangel, Schilddrüse, Hormone). Bei Unsicherheit Trichoskopie vor Ort.

Behandlungsoptionen

Dauertherapie — kein einmaliger „Fix“. Ziel: Stabilisierung und teilweise Verdichtung. Je früher, desto besser.

Lokale Anwendung

Direkt auf die Kopfhaut — bei vielen Patientinnen und Patienten indiziert. Auswahl und Dosierung durch die Fachperson.

Systemische Behandlung

In ausgewählten Fällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung mit regelmäßiger Kontrolle.

Verfahren und Haarchirurgie

Ergänzend — Microneedling bis Haartransplantation. Nach Optimierung der medizinischen Therapie, fallweise.

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Ohne monatelanges Warten auf einen Termin vor Ort. Jeder Fall erreicht den Dermatologen bereits mit Fotos, Anamnese und Fragebogenantworten. Wählen Sie einen Bericht in unter 24 Stunden oder eine gebuchte Videosprechstunde.

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Häufige Fragen

Fällt das Haar nach Therapieende wieder aus?

Ja. Die Alopezie ist chronisch — Behandlung hält den Effekt. Absetzen führt über Monate zum ursprünglichen Muster zurück.

Wann sieht man Ergebnisse?

Oft 4–6 Monate bis erste sichtbare Verbesserung, 12 Monate für das Gesamtbild. Konsequenz ist entscheidend.

Betrifft das auch Frauen?

Ja, häufig. Muster anders (diffuse Ausdünnung statt Schläfenrückzug); hormonelle Mitursachen abklären.

Eignet sich Online-Beratung?

Ja — Muster oft fotografisch erkennbar, Therapie langfristig — ideal für Online-Begleitung.

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